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RatgeberGuidesSolarer Eigenverbrauch: eigenen Strom erzeugen und nutzen

Ratgeber · Eigenverbrauch

Solarer Eigenverbrauch: eigenen Strom erzeugen und nutzen

Eigenverbrauch bedeutet, den von den eigenen Modulen erzeugten Strom direkt zu Hause zu nutzen, statt ihn aus dem Netz zu kaufen. Jede vor Ort verbrauchte Kilowattstunde ist eine, die Sie nicht einkaufen — daher stammt der Großteil der Ersparnis einer Solaranlage.

Ein Teil der Erzeugung fällt jedoch an, wenn Sie nicht verbrauchen (mittags, Haus leer). Dieser Überschuss wird zu einem niedrigeren Tarif ins Netz eingespeist. Dieses Gleichgewicht zu verstehen — und zu verbessern — ist der Schlüssel zur Rentabilität.

Was ist Eigenverbrauch?

Ihre Module erzeugen tagsüber Strom. Mit jeder Kilowattstunde kann zweierlei passieren: Entweder verbrauchen Sie sie sofort (ein Gerät läuft gerade) — das ist der Eigenverbrauch; oder niemand nutzt sie, und sie geht ins Netz — das ist der eingespeiste Überschuss, der Ihnen vergütet wird.

Der Vorteil ist finanziell. Die eigenverbrauchte Kilowattstunde erspart Ihnen den Netzbezug zu rund 0,20 €/kWh. Die eingespeiste Kilowattstunde bringt nur etwa 0,10 €/kWh. Den eigenen Strom zu verbrauchen ist also rund doppelt so viel wert wie ihn zu verkaufen. Den Eigenverbrauch maximieren heißt die Ersparnis maximieren.

Eigenverbrauch vs. Überschussverkauf

1 kWh eigenverbraucht
≈ 0,20 €/kWh gespart (der Preis, den Sie nicht ans Netz zahlen).
1 kWh eingespeist (Überschuss)
≈ 0,10 €/kWh erhalten (Überschussvergütung, Richtwert Luxemburg).
Folge
Eine vor Ort verbrauchte kWh ist rund doppelt so viel wert wie eine verkaufte kWh.
Ziel
Erzeugung und Verbrauch in Einklang bringen, um möglichst viel selbst zu nutzen.

Welche Eigenverbrauchsquote?

Die Eigenverbrauchsquote ist der Anteil Ihrer Erzeugung, den Sie direkt nutzen, ohne den Umweg über das Netz. In einem typischen Haus, ohne Batterie und ohne besondere Steuerung, liegt sie meist bei etwa 30 bis 40 %: Ein großer Teil der Mittagserzeugung wird schlicht nicht vor Ort genutzt.

Mit einem Speicher oder gutem Steuern der Verbräuche (große Verbraucher in den Tag verlegen) steigt diese Quote häufig auf 60-80 %. Der Simulator der Website setzt standardmäßig 40 % an — ein realistischer Wert für eine Anlage ohne Batterie. Nicht zu verwechseln mit dem Autarkiegrad (Anteil Ihres Verbrauchs, der durch Solar gedeckt wird), der eine andere Größe ist.

Eigenverbrauchsquote erhöhen

Verbräuche verlegen

Große Verbraucher (Waschmaschine, Geschirrspüler, Warmwasserboiler, Auto laden) in den Tag programmieren, wenn die Module erzeugen.

Kostenlos, sofort

Echte Gewinne ohne Hardware

Kaum Komfortverlust

Erfordert etwas Organisation

Nur für verschiebbare Geräte

Ideal für
Alle — der erste Reflex überhaupt.

Batterie hinzufügen

Den Tagesüberschuss speichern, um ihn abends zu nutzen, statt ihn günstig einzuspeisen und dann teuer aus dem Netz zurückzukaufen.

Treibt die Quote hoch (60-80 %)

Deckt Abend und Nacht

Mehr Autarkie

Zusätzliche Investition

Rentabilität im Einzelfall prüfen

Ideal für
Hoher Abendverbrauch, Wunsch nach Autarkie.

Steuern (Smart Home / Solar-Router)

Ein Solar-Router leitet den Überschuss in den Boiler; die Hausautomation startet Geräte, wenn die Erzeugung den Verbrauch übersteigt.

Automatisch, ohne Zutun

Nutzt Überschuss ohne Batterie

Oft günstig

Kleine Installation nötig

Setzt steuerbare Geräte voraus

Ideal für
Optimieren ohne Batterie-Investition.

Richtig dimensionieren

Die installierte Leistung an den realen Verbrauch anpassen. Ein überdimensioniertes Dach erzeugt großen Überschuss, der günstig verkauft und wenig rentabel ist.

Bessere Eigenverbrauchsquote

Besser kalibrierte Investition

Optimierte Rentabilität

Unterdimensionieren kostet Ersparnis

Abwägung mit einem Profi

Ideal für
Jede neue Anlage, schon beim Angebot.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Eigenverbrauch und Überschussverkauf?
Eigenverbrauch heißt, den erzeugten Strom vor Ort zu nutzen: Er erspart den Netzbezug (≈ 0,20 €/kWh). Der Überschuss ist der mangels sofortiger Nutzung eingespeiste Anteil: Er wird günstiger vergütet (≈ 0,10 €/kWh in Luxemburg, Richtwert). Verbrauchen ist also rund doppelt so viel wert wie verkaufen.
Welche Eigenverbrauchsquote ist realistisch?
Ohne Batterie und ohne Steuerung rund 30 bis 40 % (der Simulator setzt 40 % an). Mit Batterie oder gutem Steuern der Verbräuche werden häufig 60 bis 80 % erreicht.
Braucht man eine Batterie für Eigenverbrauch?
Nein. Eigenverbrauch findet auch ohne Batterie statt, indem man die Erzeugung über den Tag nutzt. Die Batterie erhöht diese Quote, indem sie den Überschuss für den Abend speichert. Sinnvoll vor allem bei hohem Abendverbrauch — die Rentabilität ist im Einzelfall zu prüfen.
Wie erhöhe ich meinen Eigenverbrauch einfach?
Der einfachste, kostenlose Schritt: große Geräte (Waschmaschine, Geschirrspüler, Boiler, Auto laden) in den Tag verlegen. Danach automatisiert ein Solar-Router oder etwas Hausautomation alles. Die Batterie kommt zuletzt, wenn der Rest optimiert ist.

Wie viel könnten Sie selbst verbrauchen?

Schätzen Sie kostenlos die Erzeugung Ihres Dachs, Ihre Eigenverbrauchsquote und Ihre Ersparnis — und erhalten Sie ein Angebot eines Installateurs für die passgenaue Dimensionierung.

Allgemeine Informationen zu Bildungszwecken. Quoten und Tarife als Richtwerte für Luxemburg (vermiedener Preis ≈ 0,20 €/kWh, Überschussvergütung ≈ 0,10 €/kWh), je nach Vertrag und professionellem Angebot zu bestätigen.

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